Was in einem Wartungsbericht stehen sollte und was nicht
Du zahlst monatlich für die Wartung deiner Website. Woran erkennst du, ob die Arbeit gemacht wird? An einem Bericht, der Fragen beantwortet, statt Diagramme zu zeigen.
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Du zahlst jeden Monat für die Wartung deiner Website. Was bekommst du dafür? Bei vielen Anbietern: eine Rechnung und sonst nichts. Bei manchen: einen Bericht mit zwölf Diagrammen, den niemand liest. Beides ist ein Problem, denn in beiden Fällen weißt du nicht, ob jemand deine Seite wirklich anfasst.
Ein Wartungsbericht hat eine einzige Aufgabe. Er soll dir in einer Minute beantworten, ob alles in Ordnung ist und ob du etwas tun musst. Alles andere ist Beiwerk.
Die drei Fragen, die ein Bericht beantworten muss
Läuft die Seite? Das heißt konkret: Wie oft war sie im letzten Monat erreichbar und gab es einen Ausfall. „100 Prozent“ oder „eine Unterbrechung am 12. für sieben Minuten“. Nicht mehr.
Ist die Seite gesichert? Wie viele Sicherungen gibt es aus dem letzten Monat, wo liegen sie und kann man sie zurückspielen. Ein Bericht, in dem Backups nur als „aktiviert“ stehen, sagt nichts. Ich will die Zahl sehen. Bei täglicher Sicherung sind es 30 oder 31.
Ist die Seite sicher? Wurden Updates eingespielt, welche, und hat die nächtliche Prüfung etwas gefunden. „Vier Plugin-Updates und ein WordPress-Update, vorher auf der Kopie getestet, Prüfung durchgehend sauber.“ Das ist ein Satz, den man versteht.
Der wichtigste Satz steht am Ende
Nach den drei Zahlen kommt der Satz, für den der ganze Bericht da ist: Musst du etwas tun? Meistens lautet er „Nein, es gibt nichts, worum du dich kümmern musst.“ Wenn doch, steht dort genau, was: „Dein Theme wird vom Hersteller nicht mehr gepflegt, wir sollten im nächsten Monat über einen Wechsel sprechen.“
Ein Bericht, der diesen Satz nicht hat, zwingt dich, ihn selbst aus den Zahlen herauszulesen. Das ist die Arbeit, für die du eigentlich bezahlst.
Was nicht hineingehört
Diagramme zur Ladezeit über 30 Tage in Millisekunden. Listen mit 400 blockierten Zugriffsversuchen. Angaben zu Datenbankgröße und PHP-Speicher. Das alles mag stimmen, aber es beantwortet keine deiner Fragen. Es erzeugt nur das Gefühl, dass viel passiert ist. Viele Berichte sind genau dafür gebaut: Sie sollen beschäftigt aussehen.
Wenn du einen solchen Bericht bekommst, frag deinen Anbieter einmal direkt: „Muss ich etwas tun, ja oder nein?“ Wenn die Antwort länger als ein Satz ist, weiß er es selbst nicht.
So sieht das bei mir aus
Am Ersten jedes Monats bekommst du eine Mail. Oben drei Zahlen: Sicherungen, Auffälligkeiten, Erreichbarkeit. Darunter ein paar Sätze in normalem Deutsch, was im Monat passiert ist und was ich gemacht habe. Zum Schluss der eine Satz. Meistens heißt er: Es gibt nichts, worum du dich kümmern musst.
Wer es genauer wissen will, kann jederzeit ins Kundenportal schauen. Dort stehen jede einzelne Sicherung mit Datum und Größe, die Erreichbarkeit der letzten 30 Tage und jedes Plugin mit seinem Stand. Aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel. Der Normalfall ist: Bericht lesen, eine Minute, weitermachen.
Wenn du gerade einen Wartungsvertrag hast und dir bei diesem Text unwohl wird, schick mir den letzten Bericht. Ich sage dir ehrlich, was drinsteht und was fehlt. Kostet nichts. Und wenn du noch keinen hast: Die Sorglos-Wartung liefert genau den Bericht, der hier beschrieben ist.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ein Wartungsbericht kommen?
Monatlich. Wöchentlich ist Lärm, vierteljährlich zu selten, um einen Fehler rechtzeitig zu bemerken.
Sollte der Bericht auch Ladezeiten enthalten?
Nur, wenn sich etwas geändert hat. Eine Seite, die im letzten Monat spürbar langsamer geworden ist, gehört in den Bericht. Ein Diagramm mit stabilen Werten nicht.
Was, wenn mein Anbieter gar keinen Bericht schickt?
Dann frag nach den drei Zahlen: Erreichbarkeit, Anzahl der Sicherungen, eingespielte Updates. Wer die Arbeit macht, hat sie sofort. Wer sie nicht nennen kann, macht die Arbeit vermutlich nicht.
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